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Kupferstich Sternkarte Walfisch Cetus John Flamsteed 1776
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Kupferstich Sternkarte Walfisch Cetus John Flamsteed 1776

Sehr schöne und kolorierte Sternkarte nach John Flamsteed von dem Sternbild Walfisch: "La Baleine." aus "Atlas Céleste", Seconde édition, Par J. Fortin, Paris, F. G. Deschamps, 1776.

ABMESSUNGEN:
B 24,8 cm x H 21,7 cm

130,00 €

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Sehr schöne und kolorierte Sternkarte nach John Flamsteed von dem Sternbild Walfisch: "La Baleine." aus "Atlas Céleste", Seconde édition, Par J. Fortin, Paris, F. G. Deschamps, 1776.

AUTOR/ KARTOGRAPH:
John Flamsteed ( 1646 - 1719), englischer Astronom
Sein Wissen in Mathematik und Astronomie eignete er sich selbst an. Mit einem selbstgebauten Teleskop und Quadranten beobachtete er bereits in frühester Jugend den Himmel und sagte bald Finsternisse sowie Sternbedeckungen voraus und berechnete die Positionen von Himmelskörpern. Dadurch zog der junge Flamsteed schon bald die Aufmerksamkeit der Royal Society auf sich.
Flamsteed überzeugte König Karl II von der Dringlichkeit, ein neues astronomisches Observatorium einzurichten um genauere astronomische Beobachtungen für Navigationszwecke zu ermöglichen. Ein wichtiger Punkt, denn zu dieser Zeit ließ sich die Position von Schiffen auf See noch nicht exakt bestimmen. Die Lösung dieses Problems war für den Handel Großbritanniens und die Ausweitung seines Kolonialreichs von großer Bedeutung. Der Monarch entschied sich, diesen Mißstand zu beseitigen, und ordnete den Bau des königlichen Observatoriums in Greenwich an, dessen Grundstein Flamsteed 1675 legte. 1676 wurde Flamsteed zum ersten Direktor des Observatoriums und damit zum ersten Hofastronomen „Astronomer Royal“ ernannt.
Im Februar 1676 wurde er Mitglied der „Royal Society“ und im Juli zog er in das Observatorium. Dort lebte er bis er 1684 zum Pfarrer der Gemeinde von Burstow in Surrey berufen wurde. Diesen Beruf und den des Hofastronomen übte er bis zu seinem Tode 1719 aus.
Flamsteed sammelte über 43 Jahre die Daten von rund 2.800 über England sichtbaren Sternen, die er mit zum größten Teil selbst gebauten Instrumenten beobachtete und führte mit den sogenannten Flamsteed-Nummern ein System zu ihrer systematischen Benennung ein, das auch heute noch verwendet wird.
Im Jahre 1712 veröffentlichten Isaac Newton und Edmund Halley, den bis dahin vorhandenen Teil des Sternkatalogs „Historia Coelestis Brittanica“ ohne den wahren Urheber zu nennen. Flamsteed, der wütend war über diese unautorisierte Veröffentlichung seiner Entdeckungen, gelang es, die meisten Kopien der erschienenen Bücher zu kaufen. Er verbrannte sie schließlich öffentlich vor dem Greenwich-Observatorium. Erst nach Flamsteeds Tod erschien 1725 eine autorisierte Ausgabe des Werks unter dem Titel „ Stellarum inerrantium Catalogus Britannicus“.
Flamsteeds Atlas Coelestis
Als Begleitkatalog zu Flamsteeds Sternkatalag konzipiert, erschien 1729 der berühmte “Altas Coelestis” mit 28 Sternkarten. Er gilt als der bis dahin umfangreichste Himmelsatlas, der mehr Gestirne abbildet als die früheren Werke von Johannes Hevelius und Johann Bayer.
Als erstes größeres Werk nutzt der „Atlas Coelestis“ ein äquatoriales Koordinatensystem - die Projektion des Erdäquators auf die Himmelssphäre bildet die Bezugsebene. Auf diese Weise entspricht es der scheinbaren Rotation der Himmelskörper aus der Erdperspektive.
Die Positionen der Gestirne werden im äquatorialen Koordinatensystem als Rektaszension (analog zum Längengrad) und Deklination (analog zum Breitengrad) angegeben. Das gleiche System wird auch in heutigen Atlanten verwendet.
Der Flamsteed-Atlas erschien nach seiner lateinischen Erstauflage im Jahre 1729 in 8 weiteren, überarbeiteten Auflagen in verschiedenen Sprachen:
1776: Jean Fortin veröffentlichte eine verkleinerte französische Version.
1782: Johann Elert Bode veröffentlichte eine deutsche Version, die auf der 1776er-Auflage basierte.
1795: Joseph Jerome De Lalande und Pierre Francois Andre Mechain aktualisierten die 1776er-Auflage von Fortin.
1799: Christian Goldbach veröffentlichte eine auf der 1795er-Auflage basierende deutsche Version.
1804: Eine portugiesische Version wurde veröffentlicht, basierend auf der 1795er Auflage.
1805: Eine aktualisierte Version der 1782er Auflage von Bode wird veröffentlicht.
1819: Die 1799er-Auflage von Goldbach wird wiederveröffentlicht.
1822: Alexander Jamieson veröffentlicht die einzige englische und zugleich letzte Version des Flamsteed-Atlases

BESCHREIBUNG:
Sternkarte des Sternbilds Walfisch aus einer französischen Ausgabe des berühmten "Atlas Coelestis" von John Flamsteed.
Es handelt sich hier um die Ausgabe von Jean Fortin, "Atlas Céleste", Seconde édition, Par J. Fortin, Paris, F. G. Deschamps, 1776.
Der Walfisch (lateinisch Cetus) ist ein Sternbild in der Umgebung des Himmelsäquators. Der Walfisch ist ein sehr ausgedehntes, aber wenig auffälliges Sternbild des Herbsthimmels zwischen den Fischen und dem Fluss Eridanus. Der größte Teil erstreckt sich unterhalb des Himmelsäquators, so dass er in unseren Breiten nur eine geringe Höhe über dem Horizont erreicht.

ABMESSUNGEN:
Blatt ca.:  B 24,8 cm x H 21,7 cm
Karte ca.: B 22,5 cm x H 17,5 cm

ZUSTAND:
- gute Erhaltung
- Papier mit geringer Alterstönung, gering fleckig
- unterer Rand mit Randdefekten

(D982)

Kupferstich Sternkarte Walfisch Cetus John Flamsteed 1776 Kupferstich Sternkarte Walfisch Cetus John Flamsteed 1776 Kupferstich Sternkarte Walfisch Cetus John Flamsteed 1776
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