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Ludolphus de Saxonia Vita Christi 181 Holzschnitte Venedig 1581
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Ludolphus de Saxonia Vita Christi 181 Holzschnitte Venedig 1581

Lebensbeschreibung des Jesus Christus von Ludolf von Sachsen mit 181 Holzschnittillustrationen in Renaissancebordüren: "Vita Christi Domini Salvatoris nostri A R. P. Ludolpho Saxone Cartusiano ante CCL. annos ex Sacris Evangeliis...", Venedig, Guerraeos Fratres & F. Ziletti, 1581.
ABMESSUNGEN: ca. H 32,6 cm x B 23,0 cm x T 6,0 cm

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Art.Nr.: 42262626

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Lebensbeschreibung des Jesus Christus von Ludolf von Sachsen mit 181 Holzschnittillustrationen in Renaissancebordüren: "Vita Christi Vita Christi Domini Salvatoris nostri A R. P. Ludolpho Saxone Cartusiano ante CCL. annos ex Sacris Evangeliis...", Venedig, Guerraeos Fratres & F. Ziletti, 1581.

AUTOR:
Ludolf von Sachsen (um 1300 - 1377 oder 1378, auch Ludolf der Kartäuser) war ein Mönch und spätmittelalterlicher Erbauungsschriftsteller.

TITEL:
“Vita Christi Domini Salvatoris nostri A R. P. Ludolpho Saxone Cartusiano ante CCL. annos ex Sacris Evangeliis, veterumque Patrum sententiis contexta, atque ita disposita, nihil ut eorum, quae tum ad Historiae, tum ad Homiliarum totius anni rationem spectant, deesse quidquam possit. Opus ut vere pium, ac eruditum, ita singulis christianae pietatis alumnis plurimum et solatii, et utilitatis allaturum. A Jo. Dadraeo, Parisiensis Scholae Doctore Theologo, multis notationibus illustratum, Postrema hac Veneta editione innumeris mendis purgatum, pulcherrimisque; Figuris exornatum. Indices accessere necessarii. Venetiis, M D LXXXI. Apud Guerraeos Fratres, & Franciscum Zilettum."

DRUCK:

Venedig, Guerraeos Fratres & F. Ziletti, 1581

BESCHREIBUNG:
Lebensbeschreibung des Jesus Christus -"Vita Christi"- von Ludolf von Sachsen, gedruckt in Venedig von G. Fratres & F. Ziletti, 1581. Auf 767 Seiten wird die Vita auf Latein beschrieben, illustriert mit insgesamt 181 kleinen Holzschnittillustrationen und vielen kleinen Textinitialen. Das Titelblatt schmückt eine reich verzierte Holzschnittbordüre, im vorderen Buchdeckel mit Bibliothekskennzeichnung.

Bei der "Vita Christi" handelt es sich um eines der meistgelesenen Erbauungsbücher des Spätmittelalters. Es besteht aus zwei Teilen mit zusammen 181 Kapiteln. In dieser Lebensbeschreibung Jesu Christi verbindet Ludolf die vier neutestamentlichen Evangelien und die Apostelgeschichte miteinander, bezieht aber auch Sentenzen bedeutender Kirchenlehrer wie Origenes, Ambrosius von Mailand, Augustinus, Papst Gregor der Große, Hrabanus Maurus oder Bernhard von Clairvaux ein. Er schmückt die Geschichte, vor allem die Passion, um einige Szenen aus, die in den biblischen und apokryphen Quellen nicht vorkommen.

Die einzelnen Kapitel bestehen aus einer Darlegung eines bestimmten Abschnitts der christlichen Heilsgeschichte, einer Interpretation bzw. Anwendung (in der auch kirchliche Zustände des 14. Jahrhunderts kritisiert werden), und einem abschließenden Gebet. So wird das Symbolisch-bildhafte mit dem Konkret-realistischen verbunden. Der Leser soll das Wirken Christi quasi "miterleben", als geschehe es in seiner Gegenwart. Durch eine solche Nachfolge Christi soll der Gläubige zur Gemeinschaft mit ihm und so zum Heil gelangen.

Die Vita Christi entstand wohl zwischen 1348 und 1368 in Mainz; das Autograph ist 1870 verbrannt. Schon zu Ludolfs Lebzeiten war die Vita Christi über den Orden hinaus bekannt. Schon im frühen 15. Jahrhundert war sie in den meisten Klosterbibliotheken vorhanden. Das Werk ist in sehr vielen Handschriften und Drucken erhalten, oft aber nur einer der beiden Teile oder als Exzerpt. Neben den Erstdrucken von 1472 (Paris und Köln) gibt es 28 weitere Inkunabeln und bis 1870 insgesamt über 60 Drucke.

Seit dem 15. Jahrhundert entstanden Übersetzungen in französischer, niederländischer, katalanischer, kastilischer, portugiesischer und italienischer Sprache. Die portugiesische Übersetzung wurde bereits in den 1440er Jahren von Zisterziensermönchen geschaffen und war 1495 das erste gedruckte Buch in portugiesischer Sprache überhaupt. Eine komplette deutsche oder englische Übersetzung gibt es nicht, allerdings mehrere Teilübersetzungen. Eine der frühesten ist eine Übersetzung der Kapitel über die Passion in alemannischer Mundart. Die Übersetzungen waren eher an Laien gerichtet und die lateinischen Drucke für die Klöster. Daher sind jene oft reich illuminiert, was bei diesen kaum der Fall ist.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Wirkung der Schrift bis in die frühe Neuzeit in ganz Westeuropa immens war. Innerkirchliche Reformbestrebungen wie die Melker Reform des Benediktinerordens lassen sich auch auf die Vita Christi zurückführen. Im spanischen Sprachraum haben vor allem Theresa von Avila und Ignatius von Loyola die Gedanken der Vita Christi weitergetragen. Ignatius las wahrscheinlich 1521 die kastilische Übersetzung, während er von einer Kriegsverwundung genas, was zu seiner Bekehrung beitrug. Vor allem seine Exerzitien sind, sowohl in den theologischen Positionen als auch z. B. in der Bildsprache, stark von der Vita Christi beeinflusst.

Um 1400 entstand in den Niederlanden die sogenannte Bonaventura-Ludolphiaanse Leven van Jezus. Hierbei handelt es sich um eine Kompilation aus der Vita Christi und den Meditationes vitae Christi, einer Pseudo-Bonaventura-Schrift. Sie ist für Laien geschrieben und der Fokus liegt noch stärker als bei der Vita Christi auf der meditativen Vergegenwärtigung des Lebens Jesu. Diese Schrift erreichte im niederländischen sowie im nieder- und mitteldeutschen Raum eine weite Verbreitung und hatte großen Einfluss auf die devotio moderna. Das wichtigste Werk dieser religiösen Bewegung, Thomas von Kempens Nachfolge Christi wurde früher für ein Werk Ludolfs gehalten.

Auch manche Werke der bildenden Kunst beziehen sich auf die Vita Christi. So werden bestimmte Szenen der Passion erst in Bildern, Skulpturen etc. dargestellt, nachdem sie durch die große Verbreitung der Vita Christi, besonders im nordalpinen Raum, bekannt wurden.

EINBAND:
- späterer Pergamenteinband der Zeit
- Rücken mit goldgeprägtem Titel
- Blauschnitt

GRÖSSE:
ca. H 32,6 cm x B 23,0 cm x T 6,0 cm

GEWICHT:
2,17 kg

ILLUSTRATION:
- 181 Textholzschnitte mit Renaissancebordüren 
- Holzschnitt-Titelbordüre
- viele Holzschnittinitialen

KOLLATIONIERUNG:
- 1 Leerblatt
- 1 Titelblatt mit Holzschnittbordüre
- 3 Blätter Vorwort
- 6 Blätter Index
- 384 Blätter Inhalt (nummerierte Seiten 1-767)
- 39 Blätter Index
- 1 Leerblatt
- das Werk ist komplett

ZUSTAND:
- in gutem Zustand
EINBAND:
- etwas berieben und bestoßen
- Ecken und Rücken mit Bezugsfehlstellen
- Stehkanten aufgeplatzt
- leicht fleckig
PAPIER:
- guter Zustand, festes Papier
- teilweise etwas gebräunt und fleckig, 4 Blätter stark betroffen
- stellenweise wasserfleckig

(D165)

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